Initiative Nachbar Grundschule

Initiative Nachbar Grundschule

Stand / Version 12.11.2006

Die

Initiative Nachbar Grundschule

ist eine Aktion des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.

Liebe Besucher dieser Seite,

zunächst ein herzliches Willkommen und ebenso herzlichen Dank für Ihr Interesse. Viele Grundschulen in Schleswig-Holstein sind plötzlich in ihrem Bestand gefährdet. Wie Sie sicher wissen, liegt zur Zeit ein Entwurf für ein neues Schulgesetz auf den Tischen unserer Abgeordneten. Darin ist erheblicher Zündstoff für die Zukunft unserer Schulen im Land versteckt.

Eltern im Kreis Plön haben die Wirkung des - bislang ja nur geplanten - Gesetzes bereits zu spüren bekommen: Schulleiterstellen an - gar nicht mal so kleinen - Grundschulen werden nach der Verabschiedung der bisherigen Schulleiter in den Ruhestand nicht wieder besetzt, Schulen werden - ohne Schriftverkehr, geschweige denn Schulkonferenzbeteiligung - anderen Schulen organisatorisch unterstellt, kurz, es brennt. Alles unter Berufung auf ein Gesetz, das noch nicht einmal die erste Lesung im Parlament passiert hat.

Das Kieler Bildungsministerium beabsichtigt u.a., im neuen Schulgesetz einen Paragraphen aufzunehmen, der dem Ministerium die willkürliche Schließung ,kleiner' Schulen erlauben würde.*

Hierdurch wären zur Zeit mindestens 80 Grundschulen in Schleswig-Holstein in ihrem Bestand gefährdet. Ein Schulrat ließ gegenüber Eltern durchblicken, daß die Grenze für den Bestand einer Grundschule derzeit bei 80 Schülerinnen und Schülern angesetzt werden würde. Absehbar, wann dieser Wert auf 100 oder mehr wachsen würde. Und das alles im Verordnungsweg, ohne parlamentarische Kontrolle, ohne Beteiligung von Schulträgern oder Eltern.
  • Der Grundsatz "Kurze Wege für kurze Beine!" muß weiter gelten. Grundschulen müssen ,in der Nachbarschaft' bestehen bleiben.
  • Auch ,kleine' Grundschulen müssen ihre Eigenständigkeit mit eigener Schulleitung und eigener Schulkonferenz behalten.
  • Die Unterichtsversorgung muß unabhängig von der Schülerzahl gewährleistet bleiben.
  • Kein Schulbustourismus für Grundschüler!
Wehret den Anfängen!

Der Schleswig-Holsteinische Elternverein e.V. hat daher die Initiative Nachbar Grundschule ins Leben gerufen, um allen Schleswig-Holsteinern mit Hilfe einer Unterschriftenaktion die Möglichkeit zu geben, gegen diese Absicht Widerspruch einzulegen. Die gesammelten Unterschriften wollen wir dem Bildungsausschuß des Landtags übergeben.

Außerdem plant das Ministerium, in Zukunft alle Sechsjährigen ohne Rücksicht auf ihre Schulfähigkeit einzuschulen. Die bisher vorhandene Möglichkeit, Kinder mit Entwicklungsrückständen, für die sich weiß Gott niemand zu schämen braucht, vom Schulbesuch zurückzustellen, soll ersatzlos gestrichen werden.

Wir fordern: Die Einschulung muß sich weiter, wie bisher, nach der tatsächlichen Schulfähigkeit des Kindes richten. Die Rückstellung noch nicht schulreifer Kinder muß weiter möglich bleiben.

Hier gibt es unser Unterschriftenblatt zum Herunterladen auf Ihren Computer. Drucken Sie doch gleich ein paar Exemplare mehr für andere Eltern, Freunde, Nachbarn und Verwandte aus. Alle Schleswig-Holsteiner können mitmachen, auch die, die keine Kinder an schleswig-holsteinischen Grundschulen haben. Wichtig: Tragen Sie bitte auch Ihre Anschrift ein, damit Ihre Unterschrift anerkannt wird.


Vor acht Jahren protestierten Eltern schleswig-holsteinischer Schülerinnen und Schüler im Rahmen der damaligen Schulgesetzdebatte auch gegen ungewollte Neuerungen. Damals kamen in wenigen Wochen nahezu 40.000 Unterschriften zusammen. Helfen Sie mit, auch dieses Mal dem Willen der Eltern Ausdruck zu verleihen!
Danke.

Und kommen Sie bitte regelmäßig auf diese Seite zurück, sie wird häufig aktualisiert werden.

Es gibt eine Vielzahl weiterer Kritikpunkte gegen den neuen Schulgesetzentwurf. Mehr dazu erfahren Sie auf der Homepage des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.



*Aus dem Schulgesetzentwurf des Kieler Bildungsministeriums, Stand 12.11.2006: § 54 - Mindestgröße von Schulen - Das für Bildung zuständige Ministerium kann durch Verordnung die Mindestgröße von Schulen der jeweiligen Schulart bestimmen.